Gelegenheiten zum Sitzen und Plätze im Schatten sind in der Bahnhofstraße nicht zu finden. Das wird sich nun mit einem Rast- und Schattenplatz für alle endlich ändern.
Als vor zwei Jahren der SPAR-Markt umgebaut wurde, schien dieser Bereich der Bahnhofstraße über Wochen völlig ausgestorben. Einkäufe wurden in den anderen Supermärkten getätigt und sonst gab es offensichtlich kaum einen Grund, diesen Abschnitt der Bahnhofstraße zu befahren oder zu begehen.
Seit der Neueröffnung ist die Welt wieder halbwegs in Ordnung. Der Verkehr fließt wieder und der Parkplatz konnte durch den Abriss des nur 16 Jahre alten Volksbank-Gebäudes vergrößert werden.
Schöner ist die Bahnhofstraße seitdem leider nicht geworden, aber neben dem Wunsch nach einer Aufwertung des Ortsbildes sehen wir vor allem die Notwendigkeit, wieder die Bedürfnisse von Menschen, die dort ohne Auto unterwegs sind, in den Blick zu nehmen.
Von der Traunbrücke Richtung Bahnhof gibt es nach dem Offenseeweg keine einzige Bank (mehr), wo zum Beispiel ältere Menschen rasten können. Es gibt keine öffentliche Fläche (mehr), wo Menschen zusammenstehen, miteinander in Kontakt kommen oder plaudern können. Die letzte Fläche, wo dies möglich war, befand sich vor dem ehemaligen Konsum, wurde von der Gemeinde aber leider vor Jahren verkauft.
Deshalb entstand die Idee, die Wiesenflächen vor dem Gemeindewohnhaus Bahnhofstraße 19 in eine öffentlich zugängliche Grünfläche umzuwandeln. Mit Schattenbäumen, einem Sitzbereich, ein paar Sträuchern und Staudenbeeten, vielleicht einem Trinkbrunnen und einfachen Strukturen, die einladend für Kinder sind. Neben den Menschen, die dort wohnen oder zu Fuß unterwegs sind, sollen von der Umgestaltung und Aufwertung der Fläche auch tierische Zeitgenossen (Insekten, Vögel, etc.) profitieren.
Für das Vorhaben wurde eine LEADER-Förderung über den Verein REGIS beantragt, so dass genügend finanzielle Mittel für eine qualitätvolle Umsetzung zur Verfügung stehen. Dass sich eine gute Planung und Berücksichtigung der Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen auszahlt, zeigt der Traunpark mit dem Trüföbankerl und die positive Entwicklung dieser öffentlichen Grünfläche in den letzten Jahren.
Gemeinsam mit den Menschen, die im Nahbereich der Bahnhofstraße 19 wohnen oder ein Geschäft betreiben, sollen die Ideen für die Grünfläche konkretisiert werden, die Umsetzung ist ab Herbst geplant.
Wir freuen uns auf einen Ort in der Bahnhofstraße, wo Begegnung zwischen Alt und Jung, Einheimischen und Gästen stattfindet, wo die Bedürfnisse von Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, berücksichtigt werden und wo eine kleine Oase der Artenvielfalt entsteht.
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Christa Tatár
Gemeindevorständin
Obfrau Umweltausschuss
Obmannstellvertreterin Bauausschuss


